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Unter den Touristen eines Naturparks nutzen erfahrungsgemäß 1414 % das Fahrrad für Ausflüge vor Ort. Im Folgenden werden diese Touristen als Radausflügler bezeichnet. Es soll davon ausgegangen werden, dass in einer zufälligen Auswahl von Touristen des Naturparks die Anzahl der Radausflügler binomialverteilt ist. Für eine Stichprobe werden 800800 Touristen des Naturparks zufällig ausgewählt.
Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich in der Stichprobe genau 3636 Radausflügler befinden.
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Ansatz

Einzelwahrscheinlichkeit berechnen.Gegeben:n=300p=0.14k=36\begin{alignedat}{1} n &= 300 \\ p &= 0.14 \\ k &= 36 \end{alignedat}
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Mit CAS berechnen

Taschenrechnerbefehl

  1. menu\boxed{\text{menu}}
  2. Wahrscheinlichkeit (5)
  3. Verteilung (5)
  4. Binomial Pdf (A)
image.jpegbinomPdf(300,0.14,36)0.042\boxed{binomPdf(300,0.14,36) \approx 0.042}
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Antwort

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich in der Stichprobe genau 3636 Radausflügler befinden beträgt ungefähr 4,2%4,2 \, \%.
Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Radausflügler in der Stichprobe um mindestens 10%10 \, \% größer ist als der Erwartungswert für diese Anzahl.
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Erwartungswert berechnen

Berechne den Erwartungswert mit den gegeben Werten:E(X)=np=3000.14=42E(X)= n \cdot p = 300 \cdot 0.14 = 42
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Schwellwert berechnen

Da wir mindestens 10%10 \, \% mehr über dem zu erwartenden Wert liegen wollen, berechnen wir:1.1042=46.21.10 \cdot 42 = 46.2
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Schwellwert aufrunden

Da XX lediglich ganzzahlig sein kann, gilt 46.24746.2 \Rightarrow 47 (Es gibt keine halben Personen).
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Kumulierte Wahrscheinlichkeit berechnen

Nun müssen wir die kumulierte Wahrscheinlichkeit berechnen.Gegeben:n=300p=0.14nk47\begin{alignedat}{1} n &= 300 \\ p &= 0.14 \\ n &\geq k \geq 47 \end{alignedat}In Formel einsetzenP(X47)=i=47300(300i)0.14i(10.14)300iP(X \leq 47) = \sum ^ {300} _ {i = 47} \binom {300}{i} \cdot 0.14 ^i \cdot (1-0.14) ^{300 - i}

Taschenrechnerbefehl

  1. menu\boxed{\text{menu}}
  2. Wahrscheinlichkeit (5)
  3. Verteilung (5)
  4. Binomial Cdf (B)
Naturpark B JpebinomCdf(300,0.14,47,300)0,2243\boxed{binomCdf(300,0.14,47,300) \approx 0,2243}
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Antwort

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Radausflügler in der Stichprobe um mindestens 10%10 \, \% größer als der Erwartungswert für diese Anzahl ist, beträgt ungefähr 22.43%22.43\, \%.
Um den Naturpark als Reiseziel attraktiver zu machen, setzt der dortige Tourismusverband Shuttelbusse ein. Die Fahrkarten dür diese Busse können ausschließlich online gebucht werden und sind jeweils für einen bestimmten Tag gültig. Erfahrungsgemäß werden 8080 % aller gebuchter Fahrkarten spätestens am Vortag der Fahrt gebucht. Von diesen spätestens am Vortag gebuchten Fahrkarten werden 9090 % auch täglich genutzt. Bei den restlichen, erst am Tag der Fahrt gebuchten Fahrkarten liegt der Anteil mit 9595 % etwas höher.
Stellen Sie den Sachverhalt in einem beschrifteten Baumdiagramm dar.
Betrachtet wird eine zufällig ausgewählte, nicht genutzte Fahrkarte. Beurteilen Sie die folgende Aussage: „Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Fahrkarte spätestens am Vortrag gebucht wurde, ist achtmal so groß wie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie erst am Tag der Fahrt gebucht wurde.“
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Ereignisse festlegen und bekannt Wahrscheinlichkeiten nutzen

Wir verwenden die Ereignisse aus dem Baumdiagramm:
  • BVB_V: Fahrkarte wurde spätestens am Vortag gebucht
  • BTB_T: Fahrkarte wurde am Tag der Fahrt gebucht
  • NN: Fahrkarte wird nicht genutzt
Aus dem Baumdiagramm kennen wir bereits die Pfadwahrscheinlichkeiten:P(BVN)=0.800.10=0.08P(BTN)=0.200.05=0.01\begin{aligned} P(B_V \cap N) &= 0.80 \cdot 0.10 = 0.08 \\ P(B_T \cap N) &= 0.20 \cdot 0.05 = 0.01 \end{aligned}
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Wahrscheinlichkeit für eine nicht genutzte Fahrkarte

Zuerst berechnen wir die Gesamtwahrscheinlichkeit dafür, dass eine Fahrkarte nicht genutzt wird. Dazu addieren wir die beiden Pfade, die zu „nicht genutzt“ führen:P(N)=P(BVN)+P(BTN)=0.08+0.01=0.09P(N) = P(B_V \cap N) + P(B_T \cap N) = 0.08 + 0.01 = 0.09
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Bedingte Wahrscheinlichkeit berechnen

Gesucht sind die Wahrscheinlichkeiten
  • P(BVN)P(B_V \mid N): Fahrkarte wurde spätestens am Vortag gebucht, unter der Bedingung, dass sie nicht genutzt wurde
  • P(BTN)P(B_T \mid N): Fahrkarte wurde am Tag der Fahrt gebucht, unter der Bedingung, dass sie nicht genutzt wurde
Mit der Definition der bedingten WahrscheinlichkeitP(AB)=P(AB)P(B)P(A \mid B) = \frac {P (A \cap B)}{P (B)}erhalten wir:P(BVN)=P(BVN)P(N)=0.080.09=890.8889P(BTN)=P(BV)P(N)=0.010.09=190.1111\begin{aligned} P(B_V \mid N) &= \frac{P(B_V \cap N)} {P(N)} &= \frac{0.08}{0.09} &= \frac{8}{9} &\approx 0.8889 \\ P(B_T \mid N) &= \frac {P(B_V)}{P(N)} &= \frac {0.01}{0.09} &= \frac {1} {9} &\approx 0.1111 \end{aligned}
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Verhältnisse bilden und Aussage beurteilen

Nun vergleichen wir die beiden Wahrscheinlichkeiten:P(BVN)P(BTN)=8919=8991=8\frac {P(B_V \mid N)}{P(B_T \mid N)} = \frac{\frac{8}{9}}{\frac{1}{9}} = \frac{8}{9} \cdot \frac{9}{1} = 8Das bedeutet:P(BVN)=8P(BTN)P(B_V \mid N) = 8 \cdot P(B_T \mid N)
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte, nicht genutzte Fahrkarte spätestens am Vortag gebucht wurde, ist tatsächlich achtmal so groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass sie erst am Tag der Fahrt gebucht wurde.Die gegeben Aussage ist also richtig.