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Ein Unternehmen stellt Kakaoupulver her Die Zufallsgröße XX beschreibt das Füllgewicht der Packungen in Gramm (g) und wird als normalverteilt angenommen. Der Erwartungswert des Füllgewichts beträgt 125g125g. Die Standardabweichung beträgt 2g2g. Alle Gewichte sind in Gramm auf eine Nachkommastelle gerundet, anzugeben.
Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Füllgewicht einer beliebigen Packung
  1. zwischen 124.5124.5 g und 125.4125.4 g liegt.
  2. über 127.0127.0 g liegt.
  3. höchstens 122.0122.0 g beträgt.
Bestimmen Sie das größte Gewicht, das mindestens 9595 % der Packungen überschreiten.
  1. Zwischen 124.5124.5 g und 125.4125.4 g
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Standardisierung

Gegeben: XN(μ=125, σ=2)X \sim N(\mu = 125,\ \sigma = 2).Gesucht ist:P(124.5X125.4).P(124.5 \le X \le 125.4).Standardisierung mit Z=XμσZ = \frac{X-\mu}{\sigma}:z1=124.51252=0.25,z2=125.41252=0.20.z_1 = \frac{124.5 - 125}{2} = -0.25,\quad z_2 = \frac{125.4 - 125}{2} = 0.20.Damit:P(124.5X125.4)=P(0.25Z0.20).P(124.5 \le X \le 125.4) = P(-0.25 \le Z \le 0.20).
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Mit CAS / Taschenrechner berechnen

Mit einem geeigneten Befehl, z. B.:
normalCdf(124.5, 125.4, 125, 2)
erhält man:P(124.5X125.4)0.1780.P(124.5 \le X \le 125.4) \approx 0.1780.
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Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Füllgewicht zwischen 124.5 g124.5\ \text{g} und 125.4 g125.4\ \text{g} liegt, beträgt ungefähr 17.8%17.8\,\%.
Der Hersteller überprüft seine Abfüllmaschine. Dafür untersucht er 500500 Packungen, die von dieser Maschine abgefüllt wurden. Ein zu geringes Füllgewicht ist gegeben, wenn dieses mehr als 4.54.5 g unter dem Erwartungswert liegt. Zeigen Sie die Gültigkeit der folgenden Aussage mithilfe einer geeigneten Binomialverteilung:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mehr als % der Packungen ein zu geringes Füllgewicht haben, beträgt etwa %.
Ein Großhändler erhält 1010 Lieferungen mit jeweils 500500 Packungen. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei höchstens einer dieser Lieferungen mehr als 22 % der Packungen ein zu geringes Füllgewicht haben.
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Wahrscheinlichkeit für zu geringes Füllgewicht (einzelne Packung)

„Zu geringes Füllgewicht“ bedeutet:X<1254.5=120.5 g.X < 125 - 4.5 = 120.5\ \text{g}.Standardisierung:z=120.51252=2.25.z = \frac{120.5 - 125}{2} = -2.25.Also:p=P(X<120.5)=P(Z<2.25).p = P(X < 120.5) = P(Z < -2.25).Mit CAS:
normalCdf(-10^9, 120.5, 125, 2)
erhält man:p0.01221.22% zu geringe Packungen.p \approx 0.0122 \quad \Rightarrow \quad 1.22\,\%\ \text{zu geringe Packungen}.
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Binomialmodell für 500 Packungen

Es werden n=500n = 500 Packungen geprüft.
Zufallsgröße:
Y=Anzahl der Packungen mit zu geringem Fu¨llgewicht.Y = \text{Anzahl der Packungen mit zu geringem Füllgewicht}.Dann:YBin(n=500, p0.0122).Y \sim \text{Bin}(n = 500,\ p \approx 0.0122).„Mehr als 2 % der Packungen“ bedeutet:2% von 500=10 Packungen,Y>10Y11.2\,\% \text{ von } 500 = 10\ \text{Packungen},\quad Y > 10 \Leftrightarrow Y \ge 11.
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Mit CAS / Taschenrechner berechnen

Gesucht:P(Y>10)=P(Y11)=1P(Y10).P(Y > 10) = P(Y \ge 11) = 1 - P(Y \le 10).Mit einem geeigneten Befehl, z. B.:
binomCdf(500, 0.0122, 0, 10)   →  P(Y ≤ 10)
1 - binomCdf(500, 0.0122, 0, 10)   →  P(Y ≥ 11)
Ergebnis:P(Y11)0.046(also etwa 4.6%).P(Y \ge 11) \approx 0.046 \quad \text{(also etwa }4.6\,\%\text{)}.
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Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei 500500 geprüften Packungen mehr als 2 % ein zu geringes Füllgewicht haben, beträgt ungefähr4.6%.4.6\,\%.Die angegebene Aussage ist damit erfüllt.
Unabhängig vom Sachzusammenhang ist die normalverteilte Zufallsgröße XX mit dem Erwartungswert μ=125\mu = 125 und der Standardabweichung σ=2\sigma = 2 gegeben. Betrachtet werden Intervalle [a;b][a;b] mit folgenden Eigenschaften:
  • aa und bb sind beide größer als der Erwartungswert.
  • Der Abstand vom Erwartungswert ist für bb doppelt so groß wie für aa.
Bestimmen Sie die beiden Werte von aa, für die gilt: P(aXb)=0.1P(a \leq X \leq b) = 0.1.
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Zusammenhang zwischen a und b herstellen

Gegeben: XN(125,22)X \sim N(125,2^2).Beide Grenzen liegen rechts vom Erwartungswert, und der Abstand von bb ist doppelt so groß wie der von aa.
Sei:
a=125+d,d>0.a = 125 + d,\quad d > 0.Dann ist:b125=2(a125)b125=2db=125+2d.b - 125 = 2(a - 125) \Rightarrow b - 125 = 2d \Rightarrow b = 125 + 2d.Gesucht sind die positiven Werte von dd, für die:P(aXb)=0.1.P(a \le X \le b) = 0.1.
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Standardisierung und Wahrscheinlichkeitsbedingung

Standardisierung mitZ=X1252.Z = \frac{X - 125}{2}.Dann gilt:a=125+dz1=a1252=d2,a = 125 + d \Rightarrow z_1 = \frac{a - 125}{2} = \frac{d}{2},b=125+2dz2=b1252=d.b = 125 + 2d \Rightarrow z_2 = \frac{b - 125}{2} = d.Also:P(aXb)=P(125+dX125+2d)=P(d2Zd).P(a \le X \le b) = P(125 + d \le X \le 125 + 2d) = P\Bigl(\tfrac{d}{2} \le Z \le d\Bigr).Die Bedingung aus der Aufgabe wird damit zu:P(d2Zd)=0.1.P\Bigl(\tfrac{d}{2} \le Z \le d\Bigr) = 0.1.
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Gleichung mit CAS / Taschenrechner lösen

Schreibe die Gleichung mit der Verteilungsfunktion Φ\Phi der Standardnormalverteilung:Φ(d)Φ(d2)=0.1.\Phi(d) - \Phi\Bigl(\tfrac{d}{2}\Bigr) = 0.1.Diese Gleichung wird mit einem Solver im CAS/GTR numerisch gelöst.
Dabei erhält man zwei positive Lösungen:
d10.547,d22.492.d_1 \approx 0.547,\quad d_2 \approx 2.492.Zugehörige Intervallgrenzen:a1=125+d1125.55,b1=125+2d1126.09,a_1 = 125 + d_1 \approx 125.55,\quad b_1 = 125 + 2d_1 \approx 126.09,a2=125+d2127.49,b2=125+2d2129.98.a_2 = 125 + d_2 \approx 127.49,\quad b_2 = 125 + 2d_2 \approx 129.98.
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Runden und Interpretation

Entsprechend der Angabe („auf eine Nachkommastelle gerundet“) erhält man:
  • Erstes Intervall: a1125.5 g,b1126.1 g.a_1 \approx 125.5\ \text{g},\quad b_1 \approx 126.1\ \text{g}.
  • Zweites Intervall: a2127.5 g,b2130.0 g.a_2 \approx 127.5\ \text{g},\quad b_2 \approx 130.0\ \text{g}.
In beiden Fällen gilt näherungsweise:P(aXb)0.1.P(a \le X \le b) \approx 0.1.
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Antwort

Es gibt zwei passende Werte für aa (auf eine Nachkommastelle gerundet):a1125.5 g,a2127.5 g.a_1 \approx 125.5\ \text{g},\qquad a_2 \approx 127.5\ \text{g}.Die zugehörigen oberen Grenzen sind:b1126.1 g,b2130.0 g,b_1 \approx 126.1\ \text{g},\qquad b_2 \approx 130.0\ \text{g},und für beide Intervalle gilt näherungsweise P(aXb)=0.1P(a \le X \le b) = 0.1.